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Nennius

Nennius

Nennius oder Nemnivus ist der Name eines nur unsicher bezeugten frühmittelalterlichen Gelehrten und Geschichtsschreibers, der traditionell mit der Geschichte von Wales verbunden wird. Nennius gilt gemeinhin entweder als Autor oder als Überarbeiter der Historia Brittonum, einer mit Sagen durchsetzten Kompilation zu Zeitrechnung, Geschichte und Landeskunde Britanniens, die in zahlreichen voneinander abweichenden Versionen überliefert ist. Eine Fassung dieses Geschichtswerks lag im frühen 8. Jahrhundert bereits vor (bezeugt durch Beda), eine jüngere Überarbeitung ist in Wales wohl 829/830 entstanden. In Abkömmlingen dieser Überarbeitung nennt sich im Prolog ein Ninnius als Autor. Neuere Untersuchungen haben jedoch gezeigt (Dumville), dass die Manuskripte, die diesen Prolog enthalten, von einem Exemplar abstammen, das erst auf das späte 11. Jahrhundert zu datieren ist, viel später also als andere Versionen ohne den Prolog – und über 200 Jahre, nachdem Nennius gelebt haben soll. Der Prolog ist also wohl nicht authentisch. Offenbar stattete ein Abschreiber oder Redaktor im 11. Jahrhundert den Text mit höherer Autorität aus, indem er ihn einem 'großen' Namen aus der walisischen Tradition zuschrieb. Dieser Nennius soll im 9. Jahrhundert gelebt haben und Schüler des Elvodugus gewesen sein. Elvodugus wird üblicherweise mit dem Bischof von Bangor, Elfoddw von Gwynedd, identifiziert, der 768 den walisischen Teil der keltischen Christen dazu brachte, Ostern zum gleichen Zeitpunkt zu feiern wie die übrigen Katholiken in Britannien, und der später in den Annales Cambriae mit seinem Todesjahr 809 erwähnt wird. Ein Nemnivus wird auch in einem lateinischen Manuskript des frühen 9. Jahrhunderts (Bodleian Library, Oxford) erwähnt. Als Antwort auf die (unzutreffende) Behauptung eines angelsächsischen Gelehrten, die keltischen Briten hätten kein Alphabet, habe Nennius ein walisisches Alphabet erfunden. Diesem Alphabet, wie es in dem Manuskript bewahrt ist, liegt – Chadwick zufolge – die altenglische Runenschrift (Jüngeres Futhork) zugrunde. Chadwick schließt dies daraus, dass die Namen, die die Buchstaben tragen, das Wissen um die Namen, die die gleichen Buchstaben bei den Angelsachsen hatten, voraussetzten.

Literatur


- Nora K. Chadwick (Hrsg.): Studies in the Early British Church. - Hamden, Conn. : Shoe String Pr., 1973 <Repr. d. Ausg. Cambridge 1958> - ISBN 0-208-01315-6
- David N. Dumville: Nennius and the "Historia Brittonum". In: Studia Celtica 10/11 (1975/76), S. 78-95
- David N. Dumville: Histories and Pseudo-histories of the Insular Middle Ages, 1990.
- M. Lapidge / R. Sharpe: A Bibliography of Celtic-Latin Literature 400-1200, 1985, S. 42-45 (Bibliographie)

Weblinks


- [http://www.yale.edu/lawweb/avalon/medieval/nenius.htm Historia Brittonum im Avalon-Projekt] Kategorie:Autor Kategorie:Mittelalter (Literatur) Kategorie:Wales Kategorie:Historiographie

Wales

Wales (walisisch: Cymru, lat.-kelt.: Cambria) ist ein Landesteil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Wales liegt auf der britischen Insel westlich von England und grenzt an die Irische See, den St. Georgskanal und den Bristolkanal. Wales hat eine Fläche von 20.779 km² und 2.9 Millionen Einwohner, von denen etwa 575.000 Cymraeg (Walisisch) sprechen. Die Hauptstadt von Wales ist Cardiff.

Geschichte

siehe auch Liste der walisischen Herrscher Die Römer errichteten im südlichen Teil des Landes eine Reihe von Kastellen, das westlichste lag bei Carmarthen (Maridunum). Bei Caerleon (Isca Silurum) wurde ein Legionslager errichet, das dazu gehörende Amphitheater zählt zu den am besten erhaltenen in ganz Großbritannien. Die Römer waren auch im Nordteil aktiv. Eine alte Legende besagt, dass Magnus Maximus, einer der letzten römischen Kaiser, die Tochter eines walisischen Stammeshäuptlings heiratete. Wales wurde aufgrund des heftigen Widerstands der Bevölkerung und wegen des hügeligen Terrains nie durch die Angelsachsen erobert. So bleibt Wales eine keltische Region. Der Landesname stammt vom germanischen Wort welsch, was so viel wie Fremder bedeutet. Es bezeichnet ein Volk, das eine nicht-germanische, also fremdartige Sprache spricht. (Aus dem gleichen Grund wird in der Deutschweiz die Romandie, der französischsprachige Teil der Schweiz, auch "Welschland" genannt.) germanischen Wales wurde schon vor England und Schottland christianisiert. Der Nationalheilige Sankt David unternahm im 6. Jahrhundert eine Pilgerreise nach Rom und diente nach seiner Rückkehr als Bischof. Zu einer Zeit also, als die Christianisierung in England gerade erst begonnen hatte. Die druidischen Bräuche, die sich bis heute erhalten haben sollen, waren meist eine Erfindung von "Historikern" des 19. Jahrhunderts. Als die Normannen im Jahre 1066 England eroberten, machten sie um Wales vorerst einen weiten Bogen. Nur mit den Grenzgebieten und südlichen Ländern Wales' (Mark Wales im Osten, Walisische Mark, gegenüber dem zunächst nicht unterworfenen Rest-Fürstentum Wales im Westen) belehnte Wilhelm der Eroberer seine Gefolgsleute. Doch 1282 besiegten die unter Führung von Edward I. die Armee des letzten unabhängigen walisischen Fürsten Llywelyn. Die Waliser gaben sich jedoch nicht geschlagen und revoltierten mehrmals. Der ernsthafteste Versuch war jener von Owain Glyndwr, dessen Rebellengruppe im Jahre 1401 bei Pumlumon eine englische Armee besiegte. Er versuchte die Unterstützung der Franzosen zu gewinnen, doch 1409 wurden seine Truppen vernichtend geschlagen. Der englische Thronfolger trägt seit dieser Zeit den Titel Prince of Wales (Fürst von Wales, nicht "Prinz von Wales"). Der Act of Union (Vereinigungsvertrag) aus dem Jahre 1536 unterteilte Wales in dreizehn Grafschaften. Das englische Recht galt nun auch in Wales. Dies bedeutete, dass das Englische als Amtssprache eingeführt wurde. Dies hielt die meisten Einheimischen von öffentlichen Ämtern fern. Wales wurde in der Neuzeit stark industrialisiert, auf der Grundlage umfangreicher Kohlevorkommen, die Mine von Penrhyn war Ende des 19. Jahrhunderts das größte von Menschenhand erzeugte Loch im Erdboden. Wales wurde eine Hochburg der Gewerkschaften, des Syndikalismus und Sozialismus. Von 1901 bis 1903 wurde die Mine von Penrhyn bestreikt, wobei gelegentliche Auseinandersetzungen nicht ausblieben. Wiederholt wurde in dieser Zeit auch das Militär eingesetzt, um Streiks niederzuschlagen. Bei einem Eisenbahnstreik 1911 wurden zwei Arbeiter durch das Militär erschossen. Das erste Mitglied der Labour Party im Parlament, Keir Hardie wurde für den walisischen Wahlkreis von Merthyr im Jahr 1900 gewählt. Religiöser Nonkonformismus prägte die walisische Gesellschaft in dieser Zeit. Nationalismus wurde eine größere Erscheinung im 20. Jahrhundert. Die Partei Plaid Cymru, die 1966 ihren ersten Parlamentssitz erringen konnte, setzte sich für mehr Autonomie und die Wiederbelebung der walisischen Sprache ein. Größtenteils als Ergebnis dessen wurde Dezentralisierung zu einem Hauptanliegen der Labour Party, und 1998 wurde schließlich die Nationalversammlung von Wales gebildet, die die Vollmacht über die öffentlichen Ausgaben innerhalb von Wales erhielt. Hauptartikel: Geschichte von Wales Siehe auch: Geschichte Britanniens, Geschichte des Vereinigten Königreiches

Wahlspruch

Der Wahlspruch von Wales lautet Y Ddraig Goch ddyry cychwyn (Deutsch: Der rote Drache steigt auf aus der Asche) Der rote Drache, der seit 1807 in wechselnden Formen in der walisischen Flagge auftaucht, war schon vorher seit Jahrhunderten ein Nationalsymbol für Wales, vielleicht das weltweit älteste noch benutzte. (siehe Flagge von Wales) Die Asche, aus der der Drache aufsteigen soll, bedeutet hier wahrscheinlich die Robustheit und Ausdauer des walisischen Volkes, aus jedwedem Unheil wieder „aufzusteigen“. Das Motiv des sich immer wieder aufrichtenden roten Drachens taucht ebenfalls in einer Prophezeiung des römisch-britischen Jungen Ambrosius Aurelianus (später mit Merlin gleichgesetzt) auf und symbolisiert in der Version der Historia Britonum die Durchhaltekraft der keltischen Briten im Allgemeinen gegenüber den Angelsachsen. (siehe hier der genaue Wortlaut).

Geografie

hier Mit 20.779 km² ist Wales der kleinste Teil der Insel Großbritannien. Wales liegt westlich von England. Im Norden grenzt Wales an die Irische See, im Westen an den St. Georgskanal und im Süden an den Bristolkanal. Die Küste wird durch Steilküsten und weitauslaufende Strände geprägt und ist über 1200 Kilometer lang. Das Landesinnere zeichnet sich durch das Kambrische Gebirge aus, das sich fast durch ganz Wales zieht.

Landschaften

Wales ist durch grüne Wiesen, hügelige Landschaften, Moore und Gebirge geprägt. Große Bereiche von Wales sind Landschaftsschutzgebiete. Die höchsten Berge in Wales sind Snowdon, gelegen im Gebiet von Snowdonia, (1085 m), Aran Fawddwy (905 m) und Cader Idris (902 m). Zudem liegen in Wales drei Nationalparks:
- Snowdonia National Park
- Brecon Beacons National Park
- Pembrokeshire National Park

Bodenschätze

Wales hat reiche Vorkommen an Kohle, Eisen, Kupfer, Kalk, Schiefer, Blei, Zinn, Zink und Silber. Die küstennahen Vorkommen an Kohle, Eisen und Kalk haben die Region im 18. und 19. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Lieferanten der Industriellen Revolution werden lassen.

Verwaltungsgliederung

Die derzeitige Verwaltungsstruktur wurde am 1. April 1996 eingeführt und teilt Wales in 22 so genannte Unitary Authorities, das heißt sie sind für alle lokalen Verwaltungsaufgaben zuständig. Es gibt keine Verwaltungsstufe über oder unter ihnen ("einstufige Verwaltung"). In Deutschland könnte man diese Verwaltungseinheiten mit den kreisfreien Städten vergleichen. Die 22 Unitary Authorities haben somit zwar alle den gleichen Verwaltungsstatus, führen jedoch aufgrund ihrer Geschichte beziehungsweise ihrer Größe unterschiedliche Bezeichnungen, so gibt es 3 Cities ("Städte"), 10 County Boroughs ("Grafschaftsbezirke") und 9 Counties ("Grafschaften"). Heute (2004) ist die Zahl der Unitary Authorities auf eine Zahl von 40 angewachsen. Die Verwaltungsgebiete sind: Counties #Merthyr Tydfil (County Borough) #Caerphilly (County Borough) #Blaenau Gwent (County Borough) #Torfaen (County Borough) #Monmouthshire (County) #Newport (City) #Cardiff (City) #Vale of Glamorgan (County Borough) #Bridgend (County Borough) #Rhondda Cynon Taff (County Borough) #Neath Port Talbot (County Borough) #Swansea (City) #Carmarthenshire (County) #Ceredigion (County) #Powys (County) #Wrexham (County Borough) #Flintshire (County) #Denbighshire (County) #Conwy (County Borough) #Gwynedd (County) #Anglesey (County) #Pembrokeshire (County) Siehe auch:
- Liste walisischer Grafschaften
- Politisches System Großbritanniens und Nordirlands
- Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch
- Liste der Städte in Wales

Bevölkerung

Wales hatte bei der Volkszählung von 2001 insgesamt 2.903.085 Einwohner, davon waren 1.499.303 weiblich und 1.403.782 männlich. Gut drei viertel von ihnen waren geborene Waliser, gut 20% in England geboren und jeweils weniger als ein Prozent der Bevölkerung stammten aus Schottland, Nordirland oder der Republik Irland. Die bei weitem überwiegende Zahl (>95%) stufte sich selbst ethnisch als "Britisch, weiß" ein, 15% schrieben Walisisch auf das Formular, obwohl diese Antwortmöglichkeit eigentlich gar nicht vorgesehen war. Alle Antworten, die auf asiatischen Ursprung schließen lassen (Chinesen, Pakistanis, Inder, oft British/Indian), bildeten zusammen 1,3% der Bewohner, alle anderen ethnischen Gruppen kamen auf weniger als 1%. Republik Irland

Religion

Wales ist überwiegend christlich. 71,9% bezeichneten sich als Christen, Wales hat kleine Anteile an Juden, Muslimen, Buddhisten, Hindus, Sikhs und Zeugen Jehovas, allerdings jeweils deutlich weniger als ein Prozent der Bevölkerung. Eine große Unklarheit geht von den restlichen Prozent aus, wovon noch keiner befragt wurde. Unter den Christen sind traditionell die Nonkonformisten, also die Anhänger von Freikirchen wie Baptisten und Methodisten sehr stark. Die anglikanische Kirche ist daher seit 1920 nicht mehr Staatskirche. Staatskirche

Sprache

Die Walisische Sprache ist für viele Waliser eine wichtige Form der Abgrenzung gegenüber der englischen Verwaltung; vor allem im Norden des Landes wird die walisische Sprache noch gesprochen. 21% der Bevölkerung gaben an, Walisisch fließend zu beherrschen, 4,93% waren eigenen Angaben zufolge sogar monolingual walisisch. Weitere 7% attestierten sich selbst eine teilweise Kenntnis dieser Sprache, während sie für 71,6% der walisischen Bevölkerung unverständlich ist.

Antikultur

Wales ist von den Teilstaaten Großbritanniens am engsten mit England verbunden. Allerdings besitzt das Land eine eigene Kultur, die oftmals um eine Abgrenzung gegenüber England bemüht ist.
Die Walisische Sprache wird teilweise, vor allem im Norden des Landes, noch gesprochen.
Das Land entwickelte eine eigene walisische Literatur aus der Dichter wie Dylan Thomas und Mihangel Morgan hervorgingen.
siehe Walisische Triaden Seit den 1980ern wurde Wales eines der kreativen Zentren britischer Popmusik. Bands wie die Manic Street Preachers, Catatonia, die Super Furry Animals oder die Stereophonics konnten international Erfolge erzielen. Die international erfolgreichen Sänger Tom Jones, Shirley Bassey und Bonnie Tyler sind ebenfalls gebürtige Waliser.

Bekannte Waliser

Sport


- Ian Woosnam (Profigolfer)
- Ian Rush (Fußballspieler)
- Ryan Giggs (Fußballspieler)
- Matthew Stevens (Snookerspieler)
- Mark Hughes (Fußballspieler)
- Mark Williams (Snookerspieler)

Schauspieler


- Richard Burton
- Sir Anthony Hopkins
- Catherine Zeta-Jones
- Christian Bale
- Ioan Gruffudd
- Timothy Dalton
- Vinnie Jones
- Rhys Ifans
- Desmond Llewelyn

Dichter, Literaten


- Dafydd ap Gwilym (
- um 1320-1380)
- Dylan Thomas

Musiker


- Shirley Bassey
- Bullet For My Valentine
- Catatonia
- Funeral For A Friend
- Jemma Griffiths
- Dafydd Iwan
- Tom Jones
- Manic Street Preachers
- Bryn Terfel
- Bonnie Tyler
- Sir Harry Secombe
- Shakin Stevens
- Stereophonics

Politik


- David Lloyd George
- Michael Heseltine
- Sir Geoffrey Howe
- Neil Kinnock
- Sir Benjamin Hall (genannt Big Ben)

Entdecker


- Sir George Everest
- Sir Henry Morton Stanley
- Alfred Russel Wallace

Wirtschaft


- Charles Stewart Rolls (Rolls Royce)
- Robert Owen (Ökonom)

Weitere


- Bertrand Russell (Philosoph) Siehe auch: Waliser in der Wikipedia

Literatur


- [http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/16/seite/0357/meyers_b16_s0357.html#Wales Wales], in: Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl. 1888-90, Bd. 16, S. 357.
- Green, Miranda: Celtic Wales : a pocket guide / Miranda Green and Ray Howell. - Cardiff : University of Wales Press, 2000. - X, 134 S., ISBN 0-7083-1532-1
- Schulze-Thulin, Britta:
Wales, München : Reise Know-How Verlag Rump 2004, 432 Seiten, ISBN 3-8317-1237-9.

Weblinks


- [http://www.wales.gov.uk The National Assembly for Wales]
- [http://www.cymru.gov.uk Cynulliad Cenedlaethol Cymru (Walisisch)]
- [http://www.ccw.gov.uk Country Side Council for Wales] als:Wales ja:ウェールズ ko:웨일스 simple:Wales th:เวลส์ zh-min-nan:Cymru


Historia Brittonum

Die Historia Brittonum oder Historia Britonum, die Geschichte der Briten, ist ein Werk der Geschichtsschreibung, das kurz nach 820 erstellt wurde und heute in mehreren unterschiedlichen Varianten existiert. Sie macht den Eindruck, eine Geschichte der britischen Bewohner der Insel von frühester Zeit an zu erzählen, und diente in Ermangelung verlässlicherer Quellen als Vorlage, um die Geschichte sowohl von England als auch von Wales zu schreiben. Der Text selbst ist eine Sammlung von Auszügen, chronologischen Berechnungen, Anmerkungen und Zusammenfassungen, die auf früheren Aufzeichnungen basieren, von denen viele nicht mehr existieren, mit dem Ergebnis, dass die Zuverlässigkeit dieses Textes in Teilen und im Ganzen in Frage gestellt wird. Der Archäologe Leslie Alcock hat bemerkt, dass in einer Ausgabe des Manuskripts der Autor seine Arbeit als Anhäufung all dessen bezeichnet, was er finden konnte, und vorgeschlagen, diesen Text, sofern man bereit sei, diese Metapher weitergehend anzuwenden, "ein steinerner Hügel sei, uneben und schlecht zueinander passend […] grausam als Beispiel für die Kunst eines Historikers. Aber er hat die Rechtschaffenheit seiner Fehler. Wir können die einzelnen Steine des Hügels sehen, und in einigen Fällen den elterlichen Fels ausmachen, von dem er stammt, sein Alter und seine Verwitterung bestimmen." Eine andere Sicht wird von David N. Dumville angeboten, der großen Aufwand betrieben hat, um die Entwicklung des Textes und die Beziehungen zwischen seinen Ausgaben zu ermitteln. Dumville glaubt, dass dieser Text zwischen seinem Ursprung und der Entstehung der erhalten gebliebenen Manuskripte mehrfach und auf vielerlei Weise durchgesehen, ergänzt und neu geschrieben wurde. Die Absicht des Autors sei es gewesen, eine stimmige Chronik nach Art der irischen Geschichtsschreiber seiner Zeit anzufertigen. Und da das Manuskript die einzige Geschichte von Wales neben Bedas Historia ecclesiastica gentis Anglorum sei, wurde es abgeschrieben und verändert, um diesem Anspruch zu genügen. Traditionell wird die Historia Brittonum als Werk von Nennius angesehen, einem walisischen Mönch des 9. Jahrhunderts. Untersuchungen der verschiedenen Ausgaben zeigen jedoch, dass Gildas ebenfalls als Autor in Anspruch genommen wurde (da er der einzige Geschichtsschreiber war, den die damaligen Schreiber kannten), während andere (zum Beispiel das Manuskript Harleian 3859 der British Library) keinen Autor nennen. Dumvilles Forschungen haben gezeigt, dass die Zuschreibung des Werk zu Nennius aus dem 10. Jahrhundert stammt und nur in einem Zweig der Kopien auftritt, also von einem Schreiber herrührt, der die Wurzeln des Werks in den geistigen Traditionen seiner Zeit suchte. Die Historia Brittonum hat auch deshalb Aufmerksamkeit erregt, weil sie eine Rolle in den Legenden und Mythen um König Artus spielt. Sie ist die Quelle mehrerer Geschichten, von denen einige von späteren Autoren wiederholt und ausgebaut wurden:

Die Ankunft der Angelsachsen

Das erste Thema ist die Geschichte von Vortigern, der den Angelsachsen als Gegenleistung für die Hand von Hengists Tochter erlaubte, sich auf der britischen Insel niederzulassen (die folgenden lateinischen Texte entstammen der Ausgabe von Theodor Mommsen): 31 … Guorthigirnus regnavit in Brittannia et dum ipse regnabat, urgebatur a metu Pictorum Scottorumque et a Romanico impetu nec non et a timore Ambrosii. interea venerunt tres ciulae a Germania expulsae in exilio, in quibus erant Hors et Hengist, qui et ipsi fratres erant, filii Guictglis, filii Guigta, filii Guectha, filii VVoden, filii Frealaf, filii Fredulf, filii Finn, filii Fodepald, filii Geta, qui fuit, ut aiunt, filius dei. non ipse est deus deorum, amen, deus exercituum, sed unus est ab idolis eorum, quod ipsi colebant. Guorthigirnus suscepit eos benigne et tradidit eis insulam, quae in lingua eorum vocatur Tanet, Brittannico sermone Ruoihm. regnante Gratiano secundo cum. Equitio Saxones a Guorthigirno suscepti sunt anno cccxlvii post passionem Christi. :Vortigern regierte in Britannien, und während er regierte, hatten (die Einwohner) Angst nicht nur vor den Überfällen der Pikten und Skoten, sondern auch vor der Gewalt der Römer und des Ambrosius. Inzwischen kamen drei Schiffe (mit Männern), die aus Germanien verbannt worden waren, (in Britannien) an, in denen Horsa und Hengist waren, Brüder, Söhne von Witgils, Sohn von Witta, Sohn von Wekta, Sohn von Wotan, Sohn von Frithowald, Sohn von Frithuwulf, Sohn von Finn, Sohn von Godewald, Sohn von Geta, der, wie man sagt, der Sohn eines Gottes war. Nicht der des allmächtigen Gottes, Amen, des ewigen Gottes, sondern der eines ihrer Götzen, die sie selbst verehren. :Vortigern empfing sie freundlich und übergab ihnen die Insel, die in ihrer Sprache Thanet genannt wird und in britischer Sprache Ruym. Gratian der Zweite regierte zu der Zeit. Vortigern empfing die Sachsen im Jahr 347 nach der Passion Christi. 36 Factum est autem postquam metati sunt Saxones in supra dicta insula Tanet, promisit rex supra dictus dari illis victum et vestimentum absque defectione; et placuit illis, et ipsi promiserunt expugnare inimicos eius fortiter. at illi barbari cum multiplicati essent numero, non potuerunt Brittones cibare illos. cum postularent cibum et vestimentum, sicut promissum erat illis, dixerunt Brittones: non possumus dare vobis cibum et vestimentum, quia numerus vester multiplicatus est, sed recedite a nobis, quia auxilio vestro non indigemus. et ipsi consilium fecerunt cum maioribus suis, ut pacem disrumperent. :Tatsache ist, dass, nachdem die Sachsen einige Zeit auf der oben erwähnten Insel Thanet gelebt hatten, der oben genannte König versprach, ihnen Nahrung und Kleidung zu geben, falls sie sich verpflichteten, gegen die Feinde seines Landes zu kämpfen. Aber da die Barbaren stark an Zahl zugenommen hatten, waren die Briten außer Stande, ihr Versprechen einzulösen. Als sie, entsprechend der Zusage, die sie erhalten hatten, Nahrung und Kleidung forderten, sagten die Briten: wir können euch keine Nahrung und Kleidung geben, da eure Zahl sich vervielfacht hat, und da wir eure Hilfe nicht mehr brauchen, könnt ihr nach Hause zurückkehren. Sie hielten Rat mit ihren Großen, ob sie den Frieden brechen sollten. 37 Hencgistus autem, cum esset vir doctus atque astutus et callidus, cum explorasset super regem inertem et super gentem illius, quae sine armis utebatur, inito consilio dixit ad regem Brittannicum: pauci sumus; si vis, mittemus ad patriam nostram et invitemus milites de militibus regionis nostrae, ut amplior sit numerus ad certandum pro te et pro gente tua. et ille imperavit ut facerent, et miserunt, et laegati transfretaverunt trans Tithicam vallem, et reversi sunt cum ciulis sedecim, et milites electi venerunt in illis, et in una ciula ex eis venit puella pulchra facie atque decorosa valde, filia Hencgisti. postquam autem venissent ciulae, fecit Hencgistus convivium Guorthigirno et militibus suis et interpreti suo, qui vocatur Ceretic et puellam iussit ministrare illis vinum et siceram et inebriati sunt et saturati sunt nimis. illis autem bibentibus intravit Satanas in corde Guorthigirni, ut amaret puellam, et postulavit eam a patre suo per interpretem suum et dixit: omne quod postulas a me impetrabis, licet dimidium regni mei. et Hencgistus, inito consilium cum suis senioribus, qui venerunt secum de insula Oghgul, quid peterent regi pro puella, unum consilium cum illis omnibus fuit, ut peterent regionem, quae in lingua eorum vocatur Canturguoralen, in nostra autem Chent. et dedit illis Guoyrancgono regnante in Cantia et inscius erat, quia regnum ipsius tradebatur paganis et ipse solus in potestatem illorum clam dari, et sic data est puella illi in coniugium et dormivit cum ea et amavit eam valde. :Aber Hengist, der ein geschickter, verschlagener und listiger Mann war und sich über den feigen König und sein Volk kundig erfahren hatte, dass sie ohne Waffen waren, begann ein Gespräch und sagte dem britischen König: wir sind wenige, aber siehe, wir werden in unsere Heimat nach weiteren Kämpfern aus den Kämpfern unserer Region schicken, mit denen wir unsere Zahl erhöhen, um für dich und deine Leute zu kämpfen. Er befahl, dass sie dies taten, Boten wurden nach Skythien geschickt, und sie kamen zurück mit 16 Booten, und streitbare Kämpfer kamen hierher, und in einem ihrer Boote kam ein schönes und anmutige Mädchen, die Tochter des Hengist. Nachdem weitere Boote angekommen waren, bereitet Hengist ein Fest vor, zu dem er Vortigern einlud, seine Offiziere und seinen Übersetzer, der Keretix hieß, und befahl dem Mädchen, ihnen Wein und Bier zu reichen, damit sie sehr satt und betrunken werden. Während sie tranken fand Satan Zugang zu Vortigerns Herz, dass er das Mädchen liebe, und er begehrte sie bei ihrem Vater durch seinen Übersetzer, und sagte: Alles, was du von mir forderst wirst du erhalten, selbst die Hälfte meines Reichs. Und Hengist beriet sich mit seinen Ältesten, die zu ihm von der Insel Oghul kamen, was sie vom König für das Mädchen erbitten sollten; ein Rat, den alle gaben, war, dass sie um die Region bitten, die in ihrer Sprache Canturguoralen genannt wird, in unserer aber Kent. Und er gab sie her, wobei Guoyrancgono, der in Kent regierte, unwissend war, dass sein Reich den Heiden gegeben werden sollte, und er selbst seiner Macht beraubt werden sollte; und als das Mädchen in die Ehe mit ihm gegeben wurde und er mit ihr schlief, liebte er sie in hohem Maße. 38 Et dixit Hencgistus ad Guorthigirnum: ego sum pater tuus et consiliator tui, et noli praeterire consilium umquam, quia non timebis te superari ab ullo homine neque ab ulla gente, quia gens mea valida est. invitabo filium meum cum fratueli suo, bellatores enim viri sunt, ut dimicent contra Scottos, et da illis regiones, quae sunt in aquilone iutxta murum, qui vocatur Guaul. et iussit ut invitaret eos et invitavit: Octha et Ebissa cum quadraginta ciulis. at ipsi cum navigarent circa Pictos, vastaverunt Orcades insulas et venerunt et occupaverunt regiones plurimas ultra mare Frenessicum usque ad confinum Pictorum. et Hencgistus semper ciulas ad se paulatim invitavit, ita ut insulas ad quas venerant absque habitatore relinquerent, et dum gens illius crevisset et in virtute et in multitudine, venerunt ad supra dictam civitatem Cantorum. :Hengist sagte dann zu Vortigern: Ich bin dein Vater und dein Ratgeber, und du solltest niemals meinen Rat übergehen, damit du nicht fürchten musst von irgendeinem Mann oder irgendeinem Volk unterworfen zu werden, denn mein Volk ist stark. Ich werde meinen Sohn und seine Brüder einladen, die gewiß kriegerische Männer sind, damit sie gegen die Schotten kämpfen, und du gibst ihnen die Länder, die im Norden bei dem Wall sind, der Mauer, die "Guaul" genannt wird. Und er befahl sie einzuladen und es wurden eingeladen Okta und Ebusa mit vierzig Booten. Mit diesen fuhren sie gegen die Pikten, verwüsteten die Orkney-Inseln, und kamen und besetzten viele Länder jenseits des Mare Frenessicum bis zu den Grenzgebieten der Pikten. Und Hengist lud allmählich immer mehr Boote ein, auf die Inseln zu kommen und zu bleiben, um hier zu leben, und so wuchs dieses Volk an Kraft und an Zahl, kamen sie in den Staat Kent.

Ambrosius Aurelianus

Das zweite Thema beginnt mit der Absicht Vortigerns, in Snowdonia eine Festung zu bauen, aber der Bau misslingt. Beim Versuch, das Problem zu lösen, begegnet er Ambrosius Aurelianus (nach dem die Burg Dinas Emrys, walisisch für Festung des Ambrosius, genannt wird), den Geoffrey von Monmouth in seiner Nacherzählung mit Merlin gleichsetzt. 40 Et postea rex ad se invitavit magos suos, ut quid faceret ab eis interrogaret. at illi dixere: in extremis fines regni tui vade et arcem munitam invenies, ut tu defendes; quia gens, quam suscepisti in regno tuo, invidet tibi et te per dolum occidet et universas regiones, quas amaras, occupabit cum tua universa gente post mortem tuam. et postea ipse cum magis suis arcem adipisci venit et per multas regiones multasque provincias circumdederunt et illis non invenientibus ad regionem, quae vocatur Guined, novissime pervenerunt; et illo lustrante in montibus Hereri tandem in uno montium locum, in quo aptum erat arcem condere, adeptus est. et magi ad illum dixere: arcem in isto loco fac, quia tutissima a barbaris gentibus in aeternum erit. et ipse artifices congregavit, id est lapidicinos, et ligna et lapides congregavit et cum esset congregata omnis materia, in una nocte ablata est materia. et tribus vicibus iussit congregari et nusquam comparuit. et magos arcessivit et illos percunctatus est, quae esset haec causa malitiae et quid hoc evenerit. at illi responderunt: nisi infantem sine patre invenies et occidetur ille et arx a sanguine suo aspergatur, numquam aedificabitur in aeternum. :Und nun lud der König seine Druiden zu sich ein, um sie zu fragen, was zu tun sei. Sie sagten ihm: weiche zu den äußersten Grenzen deines Reiches zurück und beginne eine Festung zu bauen, wo du dich verteidigst; weil das Volk, das du in dein Reich aufgenommen hast, dich beneidet und dich hinterlistig zu Boden schlagen, und nach deinem Tod alle Länder, die du besitzt, mit deinem ganzen Volk erobern will. Und dann ging er mit seinen Druiden, um die Festung zu errichten, und reiste ohne Erfolg durch viele Regionen und viele Provinzen, bis sie zuletzt in der Region, die Gwynedd genannt wird, ankamen; nachdem sie die Berge von Hereri (Snowdonia) untersucht hatten, fanden sie auf einem Berg einen Ort, der besonders geeignet war, darauf die Festung zu errichten. Und die Druiden sagten ihm: baue die Festung an diesem Ort, der ewig vor den barbarischen Völkern der sichersten sein wird. Und er rief Handwerker zusammen, das sind Steinmetzen, und ließ Holz und Steine kommen, und als das gesamte Material angekommen war, verschwand es in einer Nacht. Und er ließ sie dreimal zusammenkommen, aber nichts kam zum Vorschein. Er holte die Druiden herbei und befragte sie, worin der Grund für diese Bosheit sei und was hier geschehe. Sie antworteten: wenn du nicht ein Kind ohne Vater findest, es tötest und die Festung mit seinem Blut bespritzt, wirst du in Ewigkeit nicht bauen. 41 Et ipse legatos ex consilio magorum per universam Brittanniam misit, utrum infantem sine patre invenirent. et lustrando omnes provincias regionesque plurimas venere ad campum Elleti, qui est in regione, quae vocatur Gleguissing, et pilae ludum faciebant pueri. et ecce duo inter se litigabant, et dixit alter alteri: o homo sine patre, bonum non habebis. at illi de puero ad pueros diligenter percunctabantur, et cunctantes matrem, si patrem haberet. illa negavit et dixit: nescio quomodo in utero meo conceptus est, sed unum scio, quia virum non cognovi umquam, et iuravit illis patrem non habere. et illi eum secum duxere usque ad Guorthigirnum regem et eum insinuaverunt regi. :Und er schickte auf den Rat der Druiden Gesandte durch ganz Britannien, um ein Kind ohne Vater zu finden. Nachdem sie in allen Provinzen und den meisten Regionen gesucht hatten, kamen sie nach Campus Allecti, das in der Region, die Glywysing genannt wird, liegt, wo Jungen mit einem Ball spielten. Und dort stritten sich zwei, als der eine dem anderen sagte: O Mensch ohne Vater, du wirst es nicht gut haben. Da befragten sie intensiv die Jungen über den einen, und fragten auch die Mutter, ob er einen Vater habe. Sie verneinte und sagte: ich weiß nicht, wie er in meinen Bauch gekommen ist, nur eines weiß ich, dass ich niemals einen Mann erkannt habe, und sie schwor, dass er keinen Vater habe. Und führten ihn mit sich bis zu Vortigern und übergaben ihn dem König. 42 Et in crastino conventio facta est, ut puer interficeretur. et puer ad regem dixit: cur viri tui me ad te detulerunt? cui rex ait: ut interficiaris et sanguis tuus circa arcem istam aspergetur, ut possit aedificari. respondit puer regi: quis tibi monstravit? et rex: magi mei mihi dixere. et puer dixit: ad me vocentur. et invitati sunt magi et puer illis dixit: quis revelavit vobis, ut ista arx a sanguine meo aspergeretur? et nisi aspergeretur a sanguine meo, in aeternum non aedificabitur? sed hoc ut cognoscat is, quis mihi de me palam fecit? iterum puer dixit, modo tibi, o rex, elucubrabo et in veritate tibi omnia satagam; sed magos tuos percunctor: quid in pavimento istius loci est? placet mihi, ut ostendant tibi, quid sub pavimento habetur. at illi dixere: nescimus. et ille dixit: comperior: stagnum in medio pavimenti est; venite et fodite et sic invenietis. venerunt et foderunt, et ruit. et puer ad magos dixit: proferte mihi, quid est in stagno? et siluerunt et non potuerunt revelare illi. et ille dixit illis: ego vobis revelabo; duo vasa sunt et sic invenietis. venerunt et viderunt sic. et puer ad magos dixit: quid in vasis conclusis habetur? at ipsi siluerunt et non potuerunt revelari illi. at ille asseruit: in medio eorum tentorium est, separate ea et sic invenietis. et rex separari iussit et sic inventum est tentorium complicatum, sicut dixerat. et iterum interrogavit magos eius: quid in medio tentorii est? et iam nunc narrate, et non potuerunt scire. at ille revelavit: duo vermes in eo sunt, unus albus et unus rufus; tentorium expandite. et extenderunt et due vermes dormientes inventi sunt. et dixit puer: expectate et considerate quid facient vermes; et coeperunt vermes, ut alter alterum expelleret, alius autem scapulas suas ponebat, ut eum usque ad dimidium tentorii expelleret, et sic faciebant tribus vicibus: tamen tandem infirmior videbatur vermis rufus et postea fortior albo fuit et extra finem tentorii expulit; tunc alter alterum secutus trans stagnum est et in tentorium evanuit. et puer ad magos refert: quid significat mirabile hoc signum, quod factum est in tentorio? et illi proferunt: nescimus. et puer respondit: en revelatum est mihi hoc mysterium et ego vobis propalabo. regni tui figura tentorium est; duo vermes duo dracones sunt; vermis rufus draco tuus est et stagnum figura huius mundi est. at ille albus draco illius gentis, quae occupavit gentes et regiones plurimas in Brittannia, et paene a mari usque ad mare tenebunt, et postea gens nostra surget, et gentem Anglorum trans mare viriliter deiciet. tu tamen de ista arce vade, quia eam aedificare non potes, et multas provincias circumi, ut arcem tutam invenias, et ego hic manebo. et rex adolescentem dixit: quo nomine vocaris? ille respondit: Ambrosius vocor, id est, Embreis Guletic ipse videbatur. et rex dixit: de qua progenie ortus es? at ille: unus est pater meus de consulibus Romanicae gentis. et arcem dedit illi cum omnibus regnis occidentalis plagae Brittanniae et ipse cum magis suis ad sinistralem plagam pervenit et usque ad regionem, qua vocatur Guunnessi, adfuit et urbem ibi, quae vocatur suo nomine Cair Guorthigirn, aedificavit. :Am Morgen fand die Zusammenkunft statt, um den Jungen zu töten. Der Junge aber sagte zum König: Warum haben deine Männer mich zu dir gebracht? Der König antwortete: um dich zu töten und dein Blut über jene Festung zu verspritzen, damit sie gebaut werden kann. Der Junge antwortete dem König: Wer hat dich so angewiesen? Der König: meine Druiden haben es mir gesagt. Und der Junge sagte: Hört mir zu. Die Druiden wurden geladen und der Junge sagte ihnen: Was enthüllte euch, dass diese Festung mit meinem Blut bespritzt werden muss? Und dass sie in Ewigkeit nicht gebaut wird, wenn sie nicht mit meinem Blut bespritzt wird? Nur, damit man weiß, was man öffentlich mit mir macht. Es sagte erneut der Junge: Dir, o König, will ich es ans Licht bringen und dir die Wahrheit eröffnen; deine Druiden aber möchte ich fragen: was ist unter dem Boden dieses Ortes? Tut mir den Gefallen, mir zu zeigen, was sich unter dem Boden befindet. Sie sagten: Wir wissen es nicht. Und er sagte: Wir werden es erfahren: In der Mitte des Bodens ist ein Teich; kommt und grabt, und ihr werdet es sehen. Sie kamen, gruben und fanden ihn. Und der Junge sagte zu den Druiden: Gebt mir an, was ist in dem Teich? Aber sie schwiegen und konnten es ihm nicht enthüllen. Und er sagte ihnen: ich werde es euch zeigen; zwei Gefäße sind es und so werdet ihr es finden. Sie kamen und sahen es. Und der Junge sagte den Druiden: was ist in den Gefäßen eingeschlossen? Und sie schwiegen und konnte es ihm nicht sagen. Er fügte ihnen hinzu: in jedem von ihnen ist ein Zelt, trennt sie voneinander und ihr werdet es sehen. Und der König befahl sie zu trennen und sie entdeckten die gefalteten Zelte, wie er gesagt hatte. Und wieder fragte er seine Druiden: was ist in den Zelten? Und als sie es nun sagen wollten, konnten sie es nicht wissen. Und er erklärte ihnen: zwei Würmer sind darin, ein weißer und ein roter, faltet das Zelt auseinander. Und sie falteten es auseinander und zwei schlafende Würmer wurden gefunden. Der Junge sagte: wartet und überlegt, was die Würmer tun werden; und die Würmer begannen, jeder den anderen zu vertreiben, der eine legte sich auf seinen Rücken, um den anderen aus der Hälfte des Zeltes zu werfen, und so machten sie es drei Mal. Doch endlich drückte der offensichtlich schwächere roten Wurm den stärkeren weißen über den Rand des Zeltes hinaus; dann verfolgte der eine den anderen durch den Teich und er verschwand in dems Zelt. Und der Junge fragte die Druiden: was bedeutet dieses wunderbare Zeichen, was geschieht in dem Zelt? Und sie gaben ihre Unwissenheit zu. Und der Junge antwortete: das Geheimnis ist mir enthüllt und ich werde es euch erläutern. Das Zelt stellt dein Reich dar, die zwei Würmer sind zwei Drachen; der rote Wurm ist dein Drache und der Teich steht für diese Welt. Der weiße Drache ist jenes Volk, das die meisten Völker und Regionen Britanniens unterwirft, fast von Meer zu Meer, danach wird unser Volk sich erheben und das englische Volk mutig über das Meer verjagen. Du jedoch weiche von dieser Festung, die du nicht bauen kannst, und errichte in vielen Provinzen (um dich) herum feste Burgen, ich aber werde hier bleiben. Und der König sagte dem Jüngling: wie nennst du dich? Er antwortete: Ambrosius werde ich genannt, das ist Embreis Guletic, wie du selbst siehst. Und der König sagte: Von welchem Ort stammst du? Und er: mein Vater ist vom Stamm der römischen Konsuln. Und er gab ihm jene Festung mit allen Ländern der westlichen Gebiete Britanniens, und ging selbst mit seinen Druiden in die östlichen Gebiete und in jene Regionen, die Guenessi genannt werden, wo er eine Stadt baute, die nach seinem Namen Cair Vortigern genannt wird.

Die zwölf Schlachten des König Artus

Im einem weiteren Abschnitt werden zwölf Schlachten aufgelistet, die König Artus geschlagen haben soll, von denen einige aber eindeutig nichts mit ihm zu tun haben. 56 In illo tempore Saxones invalescebant in multitudine et crescebant in Brittannia. mortuo autem Hengisto Octha filius eius transivit de sinistrali parte Britanniae ad regnum Cantorum et de ipso orti sunt reges Cantorum. tunc Arthur pugnabat contra illos in illis diebus cum regibus Brittonum, sed ipse erat dux bellorum. primum bellum fuit in ostium fluminis quod dicitur Glein. secundum et tertium et quartum et quintum super aliud flumen, quod dicitur Dubglas et est in regione Linnuis. sextum bellum super flumen, quod vocatur Bassas. septimum fuit bellum in silva Celidonis, id est Cat Coit Celidon. octavum fuit bellum in castello Guinnion, in quo Arthur portavit imaginem sanctae Mariae perpetuae virginis super humeros suos et pagani versi sunt in fugam in illo die et caedes magna fuit super illos per virtutem domini nostri Iesu Christi et per virtutem sanctae Mariae genetricis eius. nonum bellum gestum est in urbe Legionis. decimum gessit bellum in litore fluminis, quod vocature Tribruit. undecimum factum est bellum in monte, qui dicitur Agned. duodecimum fuit bellum in monte Badonis, in quo corruerunt in uno die nongenti sexaginta viri de uno impetu Arthur; et nemo prostravit eos nisi ipse solus, et in omnibus bellis victor extitit. et ipsi, dum in omnibus bellis prosternebantur, auxilium a Germania petebant et augebantur multipliciter sine intermissione et reges a Germania deducebant, ut regnarent super illos in Brittannia usque ad tempus quo Ida regnavit, qui fuit Eobba filius. ipse fuit primus rex in Beornica. :In jener Zeit nahmen die Sachsen an Zahl zu und gewannen Macht in Britannien. Nach dem Tod des Hengist wandte sich sein Sohn Okta vom östlichen Britannien zum Königreich Kent und von jenem Ursprung sind die Könige von Kent. Artus kämpfte gegen sie in diesen Tagen mit den Königen der Briten, aber er selbst war der Heerführer. Die erste Schlacht fand an der Mündung des Flusses statt, der Glein genannt wird. Die zweite, dritte, vierte und fünfte waren an einem anderen Fluss, der Douglas genannt wird und in der Region Lindsey liegt. Die sechste Schlacht war an dem Fluss, der Bassas heißt. Die siebte war die Schlacht im Wald von Kaledonien, den die Briten Cat Coit Celidon nennen. Die achte Schlacht war nahe der Burg Guinnon, wo Artus das Bild der Heiligen Maria, der ewigen Jungfrau, auf seinen Schultern trug und die Heiden sich an jenem Tag zur Flucht wandten und ein großes Gemetzel unter ihnen war durch die Tugend unseres Herrn Jesus Christus und die durch die Tugend der Heiligen Maria, seiner Mutter. Die neunte Schlacht fand statt in der Stadt der Legion. Die zehnte Schlacht ereignete sich am Ufer des Flusses Trat Treuroit. Die elfte Schlacht geschah an dem Berg, der Agned genannt wird. Die zwölfte war die Schlacht von Mons Badonicus, in der an einem Tag 960 Männer von Artus’ Hand fielen, und niemand leistete ihm Hilfe außer ihm selbst, und aus allen Schlachten trug er den Sieg davon. Und selbst, während sie in allen Schlachten zugrunde gerichtet wurden, baten sie um Hilfe aus Germanien und vervielfachten sie ohne Unterbrechung ihre Zahl, und führten die Könige von Germanien her, damit sie regieren über die in Britannien bis zu der Zeit in des Ida regierte, der der Sohn von Eobba war. Dieser war der erste König von Bernicia.

Wunder, die mit Artus in Verbindung gebracht werden

73 Est aliud miraculum in region quae vocatur Ercing. habetur ibi sepulcrum iuxta fontem, qui cognominatur Licat Anir, et viri nomen, qui sepultus est in tumulo, sic vocabatur Anir: filius Arthuri militis erat et ipse occidit eum ibidem et sepelivit. et veniunt homines ad mensurandum tumulum in longitudine aliquando sex pedes, aliquando novem, aliquando duodecim, aliquando quidecim. in qua mensura metieris eum in ista vice, iterum non invenies eum in una mensura, et ego solus probavi. :Es gibt ein weiteres Wunder in der Region, die Ercing genannt wird. Dort ist ein Grab neben einer Quelle, die Licar Amr genannt wird, und der Name des Mannes, der dort in dem Grabhügel beerdigt ist, ist Amr. Er war der Sohn von Artus, dem Soldaten, und Artus selbst tötete und begrub ihn an dieser Stelle. Und die Männer, die kamen, um den Grabhügel auszumessen, fanden ihn mal sechs Fuß lang, mal neu, mal zwölf, mal fünfzehn. Und welche Länge du einmal messen magst, beim anderen Mal wirst du nicht die gleiche Länge finden, ich selbst habe es ausprobiert. Die Abschnitte, die diese Erzählungen beinhalten, sind Teil des Harleian-Manuskripts, aber nicht die aller existierenden Ausgaben.

Sonstiges

Es gibt auch Kapitel, die Ereignisse um Germanus von Auxerre wiedergeben, die vorgeben, Auszüge aus (jetzt verlorenen) Biographien über diesel Heiligen zu sein, eine einzigartige Sammlung von Überlieferungen zu St. Patrick, ebenso wie eine Teil, der Ereignisse im Norden Englands im 6. und 7. Jahrhundert beschreibt, die mit einem Absatz über die Anfänge der walisischen Literatur beginnt. 62 ... tunc Talhaern Tataguen in poemate claruit et Neirin, et Taliessin, et Bluchbard, et Cian, qui vocatur Guenith Guaut, simul uno tempore in poemate Britannico claruerunt… :In dieser Zeit war Talhaiarn Cataguen berühmt für Poesie, und Aneirin, Taliesin, Bluchbard und Cian, der Guenith Guaut genannt wird, waren alle berühmt in der britischen Dichtkunst. Es gibt eine Reihe von Arbeiten, die oft mit den Historia Brittonum in Verbindung gebracht werden, teilweise, weil einige von ihnen in dem Text des Harleian Manuskripts erstmals erscheinen, teilweise, weil diese Quellen Erwähnung finden, immer wenn die Historia Brittonum untersucht werden 1) Die Annales Cambriae, eine Chronik, die aus einer nicht bezifferten Aneinanderreihung der Jahre zwischen 445 und 977 besteht, wobei zu einigen von Ihnen Ereignisse hinzugefügt wurden. Zwei wesentliche darunter sind die Schlacht von Mons Badonicus (um 516) und die Schlacht von Camlann (537), in der Artus und Mordred fielen. Eine Version davon wurde als Anfang für spätere walisiche Chroniken benutzt. 2) Die walisische Genealogie. Als eine von vielen walisischen Genealogien, enthält dieses Dokument die Stammfolge von Hywel Dda, König von Gwynedd und einigen seiner Zeitgenossen. Der Pfeiler von Eliseg wird häufig in Zusammenhang mit diesen Genealogien diskutiert. 3) Die angelsächsische Genealogie, eine Sammlung der Genealogien der fünf frühenglischen Königreiche Bernicia, Deira, Kent, East Anglia und Mercia.

Weblinks


- [http://www.gmu.edu/departments/fld/CLASSICS/histbrit.html Historia Brittonum (Lateinisch) in der Ausgabe von Theodor Mommsen]
- [http://www.fordham.edu/halsall/basis/nennius-full.html Historia Brittonum (Englisch)] Kategorie:Britische Geschichte Kategorie:Historiographie Kategorie:Mittelalter (Literatur)

Bangor

Bangor bezeichnet verschiedene Städte und Orte in: #Australien #
- Bangor (Australien), ein Vorort von Sydney #Großbritannien #
- Bangor (Nordirland) #
- Bangor (Wales) #Frankreich #
- Bangor (Morbihan) #Kanada #
- Bangor (Prinz-Edward-Insel) #
- Bangor (Nova Scotia) #
- Bangor (Saskatchewan) #USA #
- Bangor (Kalifornien) #
- Bangor (Maine) #
- Bangor (Michigan) #
- Bangor (New York) #
- Bangor (Pennsylvania) #
- Bangor (Washington) #
- Bangor (Wisconsin)

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Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 14. Januar - Fruela I., König von Asturien, der selbst kurz zuvor seinen Bruder ermordet hatte, fällt einem Mordanschlag zum Opfer. Sein Nachfolger wird nicht der von ihm designierte Neffe Bermudo, sondern Fruelos Vetter Aurelio.
- vor Ostern - Pippin der Jüngere, König des Frankenreiches, unterwirft das Herzogtum Aquitanien, das in der Folge direkt von den Karolingern verwaltet wird.
- 7. August - Wahl Stephans III. zum Papst, er wird zwei Tage später geweiht und kann sich mit Hilfe der Langobarden gegen die unkanonisch eingesetzten und daher als Gegenpäpste gezählten Konstantin II. (war nach dem Tod Papst Pauls I. im Juli 767 eingesetzt worden) und Philipp (am 31. Juli 768 eingesetzt, aber nicht geweiht und umgehend vertrieben) durchsetzen. Konstantin wird geblendet und ins Kloster gesteckt.
- Karl I. (der Große) († 814) und Karlmann I. († 771) werden gemeinsame Könige im Frankenreich: Die nördliche Hälfte von den Pyrenäen bis nach Thüringen geht in den Besitz Karls, die südliche mit der Mittelmeerküste, Burgund und Alemannienin in den von Karlmann.
- Ricolf wird Erzbischof von Köln.
- Karl der Große und Karlmann setzen in der Gascogne Herzog Loup I. ein.
- Erste urkundliche Erwähnung von Niederdorfelden, Lambsheim, Bogenhausen, Lamprechtshausen, Einhausen (Hessen).
- Erste Erwähnung des Aargaus.

Geboren


-

Gestorben


- 14. Januar - Fruela I., König von Asturien (
- 732, ermordet
- 24. September - Pippin der Jüngere, erster König der Karolinger-Dynastie, fränkischer Hausmeier (
- 714)
- Waifar, Herzog von Aquitanien
- Ibn Ishaq, arabischer Historiograph (
- um 704) ko:768년

Ostern

An Ostern gedenken die christlichen Kirchen der Auferstehung Jesu von Nazareth vom Tod, wie sie durch die Bibel überliefert wird; es ist das höchste und wichtigste Fest der Christen. Anders als andere Feste christlichen Datums besteht ein Großteil der österlichen Gebräuche und Symbole aus heidnischen Überlieferungen, wie zum Beispiel der Osterhase und das Osterei.

Das christliche Osterfest

Osterei.]] Der österliche Festkreis beginnt in den westlichen Kirchen seit dem Jahr 1091 mit dem Aschermittwoch, dem eine 40-tägige Fastenzeit folgt (siehe auch Fastnacht). Diese erinnert an die 40 Jahre des Volkes Israel in der Wüste, an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste gefastet hat. Da die Sonntage seit 1091 vom Fasten ausgenommen sind, liegt der Aschermittwoch tatsächlich 46 Tage vor Karsamstag. Die österliche Bußzeit, umgangssprachlich auch Fastenzeit genannt, endet mit dem Karsamstag. Genau genommen am Vorabend zum Ostersonntag, da nach jüdisch-christlicher Überlieferung der Tag mit dem Vorabend beginnt. (Osternachtfeier ist Teil des Ostersonntags.) Es sind daher genau 40 Tage. Die letzte Woche vor Ostern heißt Karwoche. Sie beginnt mit dem Palmsonntag, an dem die Christen den Einzug Jesu von Nazaret in Jerusalem feiern. Am Gründonnerstag (das "Grün" kommt nicht von der Farbe, sondern von dem altdeutschen Wort greinen, was so viel wie weinen heißt) feiert das Christentum das Letzte Abendmahl, das letzte Pessah-Fest (auch: Pessach- oder Pascha-Fest) Jesu mit den Jüngern und die Einsetzung der Eucharistie / des Abendmahls. Am nächsten Tag, dem Karfreitag, wird des Todes Jesu am Kreuz gedacht, am Karsamstag ist Grabesruhe, und am dritten Tage (Ostersonntag) ist die Auferstehungsfeier, da Jesus - nach der Bibel - auferstanden ist.

Osterdatum

Ostern gehört zu den beweglichen Festen, deren Datum jedes Jahr anders ist. Alle beweglichen christlichen Feiertage werden vom Ostersonntag aus berechnet. Der Ostersonntag ist der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond (Vollmond, damit es an Karfreitag nie mehr eine Sonnenfinsternis geben kann). Das Osterdatum wurde vermutlich Erzbischof Athanasius folgend auf dem Konzil von Nizäa im Jahre 325 auf den ersten Sonntag festgelegt, der dem ersten Vollmond im Frühling (der sogenannten Ostergrenze) folgt. Gleichzeitig wurde wohl der 21. März als Frühlingsanfang bestimmt. Der genaue Wortlaut des Beschlusses ist jedoch nicht mehr erhalten. Die Berechnung des Osterdatums ist folglich direkt an die Bestimmung der Vollmonde geknüpft. Dazu wird nicht der nach heutigem Wissenstand exakt bestimmbare astronomische Vollmond, sondern traditionell der Mondkalender herangezogen. Grundlage des Mondkalenders ist der synodische Monat, d.h. die Zeit von einem Neumond zum nächsten. Er entspricht ca. 29,53 Tagen. Da 19 (tropische) Jahre fast genau 235 synodischen Monaten entsprechen, wiederholen sich die Mondphasen also alle 19 Jahre – das ist der sogenannte Metonische Zyklus. Innerhalb eines kompletten Mondzyklus lassen sich die Neumonde im Prinzip vollständig angeben. Ihre genaue Berechnung fußt auf der Goldenen Zahl (die laufende Nummer eines Jahres im Mondzyklus) sowie der Epakte (das „Alter“ des Mondes am 1. Januar in Tagen). Vollmond ist dann nach Definition des Mondkalenders immer 14 Tage später. Trotz der im Christentum verwendeten Sonnenkalender wurden Mondkalender im Hintergrund immer parallel dazu mitgeführt. Zur Zeit des julianischen Kalenders gültigen Mondkalender konnte Ostern spätestens auf den 25. April fallen – das früheste Osterdatum ist natürlich immer der 22. März. Mit der gregorianischen Kalenderreform im Jahre 1582 wurde nicht nur der Sonnenkalender, sondern auch der Mondkalender angepasst, da auch der Metonische Zyklus sich ebenso wie der Zyklus der Schaltjahre als nicht exakt erwiesen hatte und ein Vollmonddatum ergab, dass damals bereits einige Tage vom echten Vollmond entfernt lag. Daher wird der Metonische Zyklus seitdem alle 100 Jahre bei Bedarf angepasst. Nach dem nun gültigen Mondkalender wäre nach der Kalenderreform aber auch der 26. April als Osterdatum in Frage gekommen. Um den alten Gepflogenheiten aus julianischer Zeit weiterhin Rechnung tragen zu können, mussten zum oben genannten Grundsatz zur Bestimmung des Osterdatums zwei zusätzliche Regeln hinzugefügt werden:
- Fällt die Ostergrenze auf den 19. April, wird sie auf den 18. April zurückverlegt.
- Fällt die Ostergrenze auf den 18. April und ist die Goldene Zahl des Jahres größer als 11, wird die Ostergrenze auf den 17. April zurückverlegt. Mit der zweiten Regel wurde sichergestellt, dass sich wie beim julianischen Mondkalender die Ostergrenze innerhalb eines Mondzyklus nicht wiederholt. Im Übrigen ergeben sich aus der Differenz zwischen astronomischem und Mondkalender-Vollmond in der Tat hin und wieder sogenannte Osterparadoxien, d.h. Jahre, in denen ein nach dem astronomischen Vollmond berechnetes Osterdatum auf einen anderen Tag fallen würde. In allen orthodoxen Kirchen wird bei der Berechnung des Osterdatums am julianischen Kalender festgehalten. Daher findet der 21. März (im 20. und 21. Jahrhundert) 13 Tage später statt als im gregorianischen Kalender. (Übrigens war das Zusammenlegen des "liturgischen" mit dem "astronomischen" Frühlingsbeginn einer der Hauptgründe für die Einführung des gregorianischen Kalenders). Daher findet das orthodoxe Osterfest manchmal eine Mondphase später statt. Außerdem berechnet die orthodoxe Kirche das Osterdatum nach einer bereits in der Antike festgelegten Rechenvorschrift, eben dem oben beschriebenen Metonischen Zyklus. Die Länge des 19-jährigen Mondzyklus wurde damals um ca. 2 Stunden zu lang angenommen, was sich im Laufe von 17 Jahrhunderten zu einigen Tagen addiert hat. Dies ist ein weiterer Effekt, der dazu führen kann, dass das orthodoxe Osterfest eine Woche oder im Extremfall, wenn er sich mit dem obigen Effekt addiert (z. B. 2005), fünf Wochen später stattfindet als das lateinische. Von diesem letzteren Effekt ist übrigens auch der Jüdische Kalender betroffen. Siehe auch: Kalendarisches Osterdatum, Komputistik

Ostern und Pessach

Das Fest der Auferstehung Jesu Christi hat sich aus dem jüdischen Pessachfest weiterentwickelt und fällt daher zeitlich in die Nähe zum jüdischen Pessach- oder Passah-Fest . Es enthält daher auch heute noch Elemente des jüdischen Pessach, mit dem die jüdischen Gemeinden die Befreiung der Israeliten (den Exodus) aus der ägyptischen Gefangenschaft begehen. Das Pessachfest beginnt (theoretisch) am Abend des ersten Frühlingsvollmonds und dauert eine Woche; siehe Jüdischer Kalender für nähere Details.

Etymologie von Ostern

In den meisten Sprachen kommt die Bezeichnung des Osterfests vom jüdischen Pessach: Auf Italienisch heißt Ostern pasqua, auf Spanisch pascua, auf Französisch pâques, auf Russisch pascha, auf Esperanto pasko, auf Schwedisch påskdagen und auf Isländisch páskar. In den meisten slawischen Sprachen wird Ostern Auferstehung (woskresjenjie) genannt. Verwandt mit dem deutschen Ostern ist das englische Easter. Die beiden Wörter dürften den selben Ursprung haben, aber in beiden Sprachen ist die Etymologie nicht geklärt. So gibt es zum Ursprung von Ostern mehrere Theorien.
- Da im Mittelalter die österliche Taufe zur Zeit der Morgenröte erteilt wurde, wurde das entsprechende Wort im germanischen Sprachgebiet verwendet. Honorius Augustodunensis (12. Jh.) leitet Ostern von Osten ab, der Himmelsrichtung des Sonnenaufgangs als Symbol der Auferstehung. Somit leite sich Ostern von dem lateinischen alba, in albis (im Sinn von bei Sonnenaufgang, althochdeutsch zu den ostarun) ab - wohl auf dem Hintergrund von Mk 16,2.
- Nach Knobloch steht das Wort Ostern im Zusammenhang mit der christlichen Benennung der Osterwoche als albae paschales (österlich weiße Kleider der Neugetauften). Die Kurzform albae wird als Plural von alba – "Morgenröte" – verstanden und mit dem althochdeutschen Wort eostarum übersetzt.
- Nach dem Namensforscher Jürgen Udolph kennen die nordgermanischen Sprachen eine Wortfamilie, die zu Ostern passt: nämlich ausa – Wasser gießen, und austr – Begießen. Eine heidnische Form der Taufe wurde als vatni ausa – mit Wasser begießen bezeichnet. Das Wort Ostern beziehe sich somit eher auf die Taufe, die das zentrale Ereignis der Osternacht ist.
- Eine Theorie nach der Ostern sich von dem althochdeutschen Ostara (Osten), Eostre oder Eoastrae ableite, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit, der Braut des jungen Maigrafen (FreyrFreyja), geht auf Beda Venerabilis (de temporum ratione 15) (8. Jh.) zurück und wurde von Jacob Grimm weitgehend übernommen und bestärkt. Es ist jedoch bis heute umstritten, ob eine Göttin dieses Namens tatsächlich in der germanischen Mythologie vorkam. Etymologisch weisen die litauische Göttin Aušrine, die lettische Auseklis, die römische Aurora, die griechische Eos und die hinduistische Usha auf eine indogermanische Frühlingsgöttin mit ähnlichem Namen hin.

Ostern als heidnisches Frühlingsfest

Usha In vielen nichtchristlichen Religionen wird die Sonne als Lichtspenderin und göttliche Fruchtbarkeitsquelle verehrt und bei Frühlingsfesten gefeiert. Einige Osterbräuche werden daher auf den germanischen Sonnenkult zurückgeführt. Dazu gehören Frühlings- und Osterfeuer, aber auch die Osterräder, die vermutlich über zweitausend Jahre alt sind. Selbst eine Verbindung zwischen dem nordischen Sonnengott Baldur und Christus wird manchmal hergestellt. Die Neuheiden feiern Ostern unter dem Namen Ostara-Fest nach einer angeblichen altgermanischen Göttin Ostara, deren Symbole dem Mythos nach Hase und Ei sein sollen. Ostereier und Osterhasen (oft deswegen als heidnische Fruchtbarkeitssymbole bezeichnet) sind jedoch erst seit dem 17. Jahrhundert belegt.

Osterbräuche

17. Jahrhundert
- Ostereiertitschen (Eierhärten)
- Osterbrunnen
- Ostereier bemalen
- Schokoladen-Ostereier verstecken, suchen und essen
- Ostereierschieben
- Eierschibbeln
- Osterhase
- Osterfeuer
- Osternacht
- Ostermesse
- Osterwasser
- Osterreiten
- Osterlachen
- Osterrad

Weblinks


- EKHN: [http://www.ekhn.de/inhalt/glaube/kirchenjahr/ostern/index.htm Infos zu Ostern (Feiertage, christliche Bedeutung, Bräuche)]
- [http://www.katholisch.de/2548_2971.htm Ostern von der katholische Kirche in Deutschland erklärt]
- [http://www.theology.de/osterbrauch.htm Ostereier, Osterhase ... und viele weitere Osterbräuche]
- [http://www.osterbrunnen-online.de Ostern im Amberg-Sulzbacher Land]
- Kategorie: Ostern ja:復活祭

Katholiken

Der Begriff "katholisch"

Das Wort katholisch kommt von griechisch καθολικος (katholikos) und bedeutet das Ganze betreffend, allgemein gültig. Im weitesten Sinne versteht man unter der katholischen Kirche die von Jesus Christus begründete Gemeinschaft aller Christen. Sie ist abstrakt gesehen die von Christus gewollte, eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche und als solche die eine Kirche Christi oder Mutterkirche aller Christen. Während im ersten Jahrtausend die Kirche noch relativ einig war, begann mit der ersten Kirchenspaltung im Jahre 1054 zugleich die theologische Kontroverse über die Frage, in welcher der jeweiligen Teilkirchen die katholische Kirche in diesem Sinne zu finden sei. Der Hintergrund ist, dass es nur eine einzige allgemeine Kirche geben kann. In der Folge der Reformation hat diese Frage an Komplexität gewonnen, so dass der Begriff von den verschiedenen christlichen Kirchen und Gemeinschaften unterschiedlich interpretiert wird. In einem engeren Sinne, vor allem seit der Reformation, versteht man unter katholische Kirche die römisch-katholische Kirche, welche jedoch selbst in ihrem Selbstverständnis nicht mit der oben beschriebenen einen Kirche Christi einfach identifiziert werden kann. In dieser engeren Verwendung, die sich in der Folge der Reformation entwickelt hat, bezeichnet „katholische Kirche“ also eine bestimmte Konfession. In der ökumenischen Bewegung wird heute manchmal statt dem Wort katholisch das Wort sobornost verwendet, das die russische Übersetzung des griechischen Wortes katholikos ist, um die allgemeine Kirche zu bezeichnen, ohne die mit dem Wort katholisch verbundene Assoziation "römisch-katholische Kirche". Wenn man von der Katholischen Kirche spricht, kann man meinen: # die Römisch-Katholische Kirche, siehe eigenen Artikel # in einem ungangssprachlichen Sinn („der Zölibat der Katholischen Kirche“) die Lateinische Kirche, deren größte Teilkirche. Daneben gehören jedoch noch die mit Rom unierten Kirchen östlichen Ritus dazu, siehe eigenen Artikel # im Apostolischen Glaubensbekenntnis katholischer Kirchen die Gesamtheit aller Christen Sehr selten wird der Begriff ohne weitere Qualifizierung für folgende Gruppen benutzt: # die Orthodoxen Kirchen, die sich selbst rechtgläubige (orthodox, pravoslav) katholische Kirche nennen # die Alt-Katholische Kirche bzw. die Mitgliedskirchen der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen # die Anglikanische Kirche # Viele selbständige Nationalkirchen wie die Polnische Nationale Katholische Kirche in den USA oder die Unabhängige Kirche der Philippinen, sofern sie nicht schon zur Utrechter Union gehören # die Alt-Heilig-Katholische Kirche # die Chinesische Katholisch Patriotische Vereinigung (Volksrepublik China) # die Erneuerte Kirche (Kirche der Glorie) # die Neuchristen (Gemeinschaft um den Schwertbischof) # die Palmarianisch-Katholische Kirche # die Piusbruderschaft # die Mariaviten # die Liberale Katholische Kirche (Theosophie) # Gallikanismus # die Deutsch-Katholische Bewegung Es gibt eine Reihe weiterer christlicher Kirchen, deren Bezeichnung das Wort katholisch enthält. Darüberhinaus verstehen sich auch alle anderen Kirchen, die die altkirchlichen Glaubensbekenntnisse anerkennen (z.B. Protestantische Kirchen, Anglikaner, Altkatholiken), als neben der römischen Kirche gleichwertige Teile der „einen heiligen katholischen Kirche“. Nach deren Selbstverständnis bilden die verschiedenen Kirchen – auch die römische – eine durch den Glauben an Jesus Christus von Gott gestiftete Einheit. Der Anspruch auf Allgemeingültigkeit spielt bei diesen allerdings keine so große Rolle.

Begriffsgeschichte

Frühester Beleg

Ignatius von Antiochien (35 - 117) wird als früheste Quelle für die Verwendung des Begriffs für die noch junge Kirche genannt: "denn da, wo Jesus Christus ist, ist auch die katholische Kirche" (Smyrn. 8,2)

Das Glaubensbekenntnis

Neben anderen Schriftzeugnissen kommt den ersten ökumenischen Konzilien eine besondere Bedeutung zu. Das Nicäno-Konstantinopolitanum hat in seinem Glaubensbekenntnis, welches seither die grundlegende Glaubensformel fast aller Christen ist, die wesentlichen Merkmale der von Jesus Christus errichteten Kirche ausgesprochen: „Credo in unam, sanctam, catholicam et Apostolicam Ecclesiam“ „Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche“ oder vollständig übersetzt: „Ich glaube an eine heilige, allgemeine und von Gottgesandten herrührende Gemeinde“ Die aus der Reformation hervorgegangen Strömungen tendieren dazu, den Begriff „katholisch" zu meiden, da er als konfessionelle Bezeichnung vor allem der römisch-katholischen Kirche verwendet wird. In manchen evangelischen Gottesdiensten (z.B. in der EKD) lautet das Glaubensbekenntnis: „Ich glaube an die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche", bisweilen auch: „Ich glaube an die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche". Der Katholizität im ursprünglichen Wortsinn kommt im ökumenischen Dialog eine besondere Bedeutung zu.

Wesensmerkmale der Katholizität

Die Katholizität im ursprünglichen Wortsinn gehört damit zu den Wesensmerkmalen der christlichen Kirche. Katholisch, also allgemein, wurde die Kirche in verschiedener Beziehung genannt:
- wegen der Allgemeinheit der Lehre, die in ihr verkündet wird (Cyrill von Jerusalem, Catecheses)
- wegen der Allgemeinheit aller Tugenden, die in ihr geübt werden (Suarez)
- wegen der Dauer von Adam bis zum Ende der Welt (Augustinus)
- wegen ihrer Veranlagung, das Leben aller Menschen in allen Lebenslagen und zu allen Zeiten zu heiligen,
- wegen ihrer zeitlichen Ausdehnung über die ganze Welt und der Menge ihrer Glieder aus allen Völkern. Eine häufig verwendete Definition stammt von Vinzenz von Lérins, die oft in abgekürzter Form zitiert wird. Hier der ganze Absatz: „Darüber hinaus müssen wir in der katholischen Kirche selbst alle mögliche Sorgfalt anwenden, dass wir uns an den Glauben halten, der überall, immer, von allen geglaubt wurde. Denn das ist wirklich und im striktesten Sinn katholisch, was, wie der Name und Grund der Sache erklären, alle insgesamt umfasst. Diese Regel werden wir befolgen, wenn wir uns nach Universalität, Alter und Übereinstimmung richten. Wir richten uns nach Universalität, wenn wir bekennen, dass der eine Glaube wahr ist, den die gesamte Kirche in der ganzen Welt bekennt, nach Alter, wenn wir in keiner Weise von den Auslegungen abweichen, die bekanntermassen von unseren heiligen Vorfahren und Vätern vertreten wurden, Übereinstimmung, in gleicher Weise, wenn wir uns bei Alter der Lehre an die übereinstimmenden Definitionen und Bestimmungen halten, die von allen oder zumindest fast allen Priestern und Gelehrten vertreten wurden.“ Alle diese mehr oder weniger unbestimmten Idealvorstellungen entfalten ihre Brisanz, wenn sie mit konkreten Inhalten gefüllt werden sollen: Welche Lehre soll verkündet werden? Was ist Tugend? Was ist Heiligung? Wer sind unsere Glaubensväter, die, welche glaubten, wie wir, oder die anderen, so dass wie uns zu deren Glauben wenden müssen? Was heißt universal, sollen wir uns nach der Masse richten? Und nicht zuletzt: Welcher Glaube wird denn von allen Christen vertreten? Die Bedeutung des Begriffs ist denn auch durch die gesamte Theologiegeschichte Gegenstand der Diskussion. Er bekam eine besondere Bedeutung durch die Kirchenspaltungen des 2. Jahrtausends, als sich die getrennten Kirchen ihrer tatsächlichen Partikularität bewusst wurden. Deshalb bereitet die Verwendung des Begriffs im allgemeinen Sprachgebrauch Schwierigkeiten.

Gemeinsamkeiten aller sich als katholisch verstehenden Kirchen, die Wert auf ihrer Allgemeingültigkeit legen

Die Katholizität wird im allgemeinen mit den folgenden theologischen Merkmalen gekennzeichnet:
- Apostolische Sukzession
- Betonung der Sakramente
- Wertschätzung der Heiligen (darunter auch Mariä)
- Anerkennung der kirchlichen Überlieferung (Tradition) neben der Hl. Schrift als Offenbarungsquelle (beispielsweise die Apostolischen Väter)
- Anerkenntnis der Ergebnisse der allgemein anerkannten Ökumenischen Konzile: :# Erstes Konzil von Nicäa :# Erstes Konzil von Konstantinopel :# Konzil von Ephesos :# Konzil von Chalcedon :# Zweites Konzil von Konstantinopel :# Drittes Konzil von Konstantinopel :# Zweites Konzil von Nicäa Die einzelnen sich als katholisch in diesem Sinne verstehenden Kirchen unterscheiden sich in einigen Punkten in ihrem Selbstverständnis. Diese Unterschiede werden in den einzelnen Artikeln weiter dargelegt.

Auffassung der Reformation

Die Katholizität wird im allgemeinen mit den folgenden theologischen Merkmalen gekennzeichnet:
- Anerkennung der Hl. Schrift als Offenbarungsquelle
- Anerkenntnis der Ergebnisse der allgemein anerkannten Ökumenischen Konzile (s.o.) Durch die Reformation wurde der Kirchenbegriff konfessionalisiert, so dass Unterschiede in der kirchlichen Lehre keinen Einfluss auf die Katholizität haben. Die katholische Kirche im Sinn der einen Kirche Christi setzt sich aus verschiedenen Bekenntnissen zusammen.

Von Rom unabhängige, nach eigenem Selbstverständnis Katholische Kirchen

Mitglieder von Weltkirchenrat und Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland


- Alt-Katholische Kirche
- Anglikanische Kirche
- Mitgliedskirchen der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen
- Orthodoxe Kirchen
- Viele selbständige Nationalkirchen wie die Polnische Nationale Katholische Kirche in den USA oder die Unabhängige Kirche der Philippinen, sofern sie nicht schon zur Utrechter Union gehören

Kirchen außerhalb des Weltkirchenrats


- Alt-Heilig-Katholische Kirche
- Chinesische Katholisch Patriotische Vereinigung (Volksrepublik China)
- Erneuerte Kirche (Kirche der Glorie)
- Neuchristen (Gemeinschaft um den Schwertbischof)
- Palmarianisch-Katholische Kirche
- Piusbruderschaft
- Mariaviten

Kirchen in anderer Tradition, die sich ebenfalls katholisch nennen


- Liberale Katholische Kirche (Theosophie)

Kirchen und Bewegungen der Vergangenheit


- Gallikanismus
- Deutsch-Katholische Bewegung (Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)

Riten

Die Identität einer Kirche hängt weitgehend von ihrer Liturgie ab, die man auch Ritus nennt. Diese haben ihren Ursprung in der ursprünglichen Patriarchatszugehörigkeit: Norden: Byzanz; Süden: Alexandria; Osten: Antiochia; Westen: Rom.

Literatur


- Wolfgang Beinert: Lexikon der katholischen Dogmatik Herder, Freiburg im Breisgau [u.a.], 2002, ISBN 3-45-126378-5

Weblinks

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Britannien

Britannien (lat.: Britannia) war die antike Bezeichnung für die, damals noch von Kelten bewohnte, Insel, die heute, zur Unterscheidung von der Bretagne [„(Klein-)Britannien“], Großbritannien heißt.
Die Insel umfasst heute die Länder England (mit Wales) und Schottland, der Name wird jedoch zuweilen im deutschsprachigen Raum auch für das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland oder die Britischen Inseln insgesamt benutzt. Der Name „Britannia“ stammt vermutlich vom altirischen brith- bzw. breith-, was so viel wie „tätowiert“ bedeutet. Nach anderer Meinung könnte der Name auch vom ägyptischen Wort preton für „Importzinn“ stammen. Er wurde von den Römern auch als Bezeichnung der von ihnen im südlichen Teil der Insel eingerichteten Provinz verwendet. Das Gebiet der Provinz wurde 43 n.Chr. von Kaiser Claudius erobert. Im Jahr 410 wurden die letzten römischen Truppen abgezogen. Zu römischer Zeit wurde unter dem Namen Britannia von den Romano-Briten auch der weibliche Genius des Landes als Gottheit angebetet. Der vermutlich vorkeltische Name für Britannien ist Albion. Der antike Name für Irland ist Hibernia.

Siehe auch


- Geschichte Britanniens
- Großbritannien
- Greater Britain
- Großbritannien und Nordirland Kategorie:Römische Provinz Kategorie:Britische Geschichte simple:Britain

Annales Cambriae

Die Annales Cambriae, die Annalen von Wales sind eine mittelalterliche Chronik, die den Zeitraum von 447 bis 954 umfassen. Obwohl die Jahreszahlen von anderen Quellen zum Teil abweichen, sind die erwähnten Personen größtenteils historisch nachweisbar. Es gibt allerdings zwei Einträge, die sich auf Artus beziehen, woraus früher ein Beweis für seine reale Existenz abgeleitet wurde. :516
The Battle of Badon, in which Arthur carried the Cross of our Lord Jesus Christ for three days and three nights on his shoulders and the Britons were the victors.
:537
The battle of Camlann, in which Arthur and Medraut fell: and there was plague in Britain and Ireland.

Weblink

[http://www.fordham.edu/halsall/source/annalescambriae.html Die Annales Cambriae in englischer Übersetzung] Kategorie:Englische Geschichte Kategorie:Wales Kategorie:Historisches Dokument

Bodleian Library

Die Bodleian Library (Bodleiana) ist die Hauptbibliothek der Universität Oxford. Sie ist eine von insgesamt 30 Bibliotheken der Universität. Sie zählt zu den fünf Pflichtexemplarbibliotheken im Vereinigtem Königreich, bei denen nach den Regeln des Legal deposit jedes im Land gedruckte Werk hinterlegt werden muss. Die Bibliothek umfasst zur Zeit rund 9 Millionen Einheiten auf 176 Regalkilometern, davon mehr als 6 Millionen Bände. Damit ist sie die zweitgrößte Bibliothek des Landes. 2 500 Leser finden in ihr gleichzeitig einen Leseplatz.

Geschichte

Die Bodleian Library (offiziell Bodley's Library, lateinisch „Bibliothea Bodleiana“ oder kürzer „Bodleiana“, intern nur "the Bod" genannt) wurde 1602 mit einer Sammlung von 2000 Büchern eröffnet. Thomas Bodley vom Merton College hatte die Bücher gesammelt, um die Bibliothek zu ersetzen, die der Divinity School von Humphrey, Duke of Gloucester, einem Bruder König Heinrichs VII.) gestiftet worden war. Diese war im 16. Jahrhundert zerstreut worden. Ihr Katalog aus dem Jahr 1605 ist der älteste gedruckte Bibliothekskatalog in England. 1610 vereinbarte Bodley mit der Stationers' Company in London, dass von jedem registrierten Buch ein Exemplar an die Bibliothek abgegeben werden sollte. Die Sammlung wuchs so schnell, dass die erste Erweiterung des Bibliotheksgebäudes 1610-1612 erforderlich wurde, eine weitere 1634-1637. Als John Selden starb, hinterließ er seine große Sammlung von Büchern und Manuskripten der Bodleian. Aus dieser Frühzeit stammt auch noch die bis heute gültige Regelung, nach der Studenten beeiden müssen, kein Feuer in der Bibliothek zu legen, bevor sie die Bod nutzen können. 1911 wurde die Vereinbarung mit Stationers durch den Copyright Act fortgeführt. Die Bodleian wurde eine der fünf Bibliotheken im Vereinigten Königreich, in der ein Exemplar jedes Buchs unter Copyright hinterlegt werden muss (siehe: Legal deposit). Zwei Geschosse mit Büchern wurden 1913 neben der Radcliffe Camera und dem Racliffe Square eröffnet. Ein neuer großes Gebäude inklusive Lesesaal, das New Bodleian Building, wurde in den 1930er Jahren gebaut. Ein Tunnel unter der Broad Street verbindet die alte und die neue Bibliothek, der neben dem Fußgängerweg eine mechanische Förderanlage und ein pneumatische „Lamson Tube“ für Bücher enthält. 1930er

Die Bibliothek heute

Heute gehören zur Bodleian mehrere Bibliotheksmagazine außerhalb der Hauptgebäude sowie neun weitere Bibliotheken in der Stadt:
- die Bodleian Japanese Library
- die Bodleian Law Library
- die Hooke Library
- die Indian Institute Library
- die Oriental Institute Library
- die Philosophy Library
- die Radcliffe Science Library
- die Bodleian Library of Commonwealth and African Studies im Rhodes House
- die Vere Harmsworth Library Die Bibliothek umfasst zur Zeit rund 9 Millionen Einheiten auf 176 Regalkilometern, davon mehr als 6 Millionen Bände, und bietet 2500 Lesern gleichzeitig Platz. Sie ist die zweitgrößte Bibliothek des Landes.

Digitale Zukunft

Die Bodleian Library ist am Projekt der Oxford Digital Library (ODL) beteiligt. Die ODL wurde eingerichtet, um die technische Infrastruktur für einen Online-Zugang zu den Sammlungen der Bibliotheken aufzubauen. Die Bodleian Library bietet Unterstützung bei der Einrichtung der „JournalServer Open Access digital library“ an und stellt Ressourcen auf den „Oxford Digital Library Servers“ bereit. Die Oxford Digital Library startete im Juli 2001 und verfügt über eine große Sammlung digitaler Archive.

Die Bodleian Library im Film

Die Architektur der Bibliothek machte sie zu einem bevorzugten Drehort von Filmemachern. Sie erscheint in The Madness of King George (1994) und den beiden ersten Harry-Potter-Filmen, in denen die Divinity School die Rolle des Hogwarts-Hospital und die Duke Humphrey's Library die Rolle der Hogwarts-Bibliothek spielt.

J.R.R. Tolkien

Es befinden sich Manuskripte, Korrespondenz, Korrekturfahnen und andere Materialien in Verbindung mit mehreren Werken J.R.R. Tolkiens in der Bodleian Library in Oxford:
- Ancrene Wisse and Hali Meiðhad
- Chaucer as a Philologist: The Reeve's Tale
- The Old English Exodus
- English and Welsh
- Roverandom
- Sigelwara Land

Weblink


- [http://www.bodley.ox.ac.uk/ Bodleian Library] (offizielle Website)
- [http://www.odl.ox.ac.uk Oxford Digital Library] Kategorie:Hochschulbibliothek Kategorie:Oxford

Angelsachsen

Die Angelsachsen waren ein Mischvolk aus Sachsen, Angeln, Jüten, Friesen und Niederfranken, das nach dem Ende des Römischen Reiches in England entstand und zu den Vorfahren der heutigen Engländer gehört. Die Auswanderung der Sachsen und Angeln aus dem Gebiet des heutigen Schleswig-Holstein und der Jüten aus Jütland begann im 5. Jahrhundert. Ein Teil der Sachsen blieb im Stammland und expandierte nach Süden und Südwesten (siehe Herzogtum Sachsen) und ein kleinerer Teil der Angeln wanderte in die Nordhälfte des heutigen Sachsen-Anhalt. Siedlungen mit den Endungen -leben und -legen sind anglische Gründungen. Hintergrund der Auswanderung war ein Hilfeersuchen der keltorömischen Bevölkerung nach Abzug der Römischen Legionen, um Angriffe der keltischen Pikten und Skoten abzuwehren. Die Angeln und Sachsen eroberten sodann, angeblich unter Führung der legendären Krieger Hengest und Horsa, das bisher von den Römern gehaltene Gebiet. Der Sage nach sollen Hengest und Horsa ihren Entschluss zur Invasion in Britannien auf den Feldern bei der Stadt Bünde getroffen haben. In Wahrheit stießen die Angelsachsen in kleinen Gruppen nach Britannien vor, wo die Römer zu Beginn des 5. Jahrhunderts abzogen. Einen Überblick über die Siedlungsgeschichte gab der Mönch Beda in seiner Historia Ecclesiastica Gentis Anglorum, deren Aussagekraft äußerst vorsichtig betrachtet werden muß, da sie erst um das Jahr 730 n. Chr. geschrieben wurde, während die Völker, die später als Angelsachsen bezeichnet wurden, schon ab dem 5. Jahrhundert n. Chr. nach England überwanderten. Nach Beda siedelten die Angeln primär nördlich der Themse in East Anglia, Middle Anglia, Mercia und an der Ostküste bis südlich von Edinburgh. Die Sachsen gründeten Essex, Wessex und Sussex im Tal der Themse und südlich bis zum Ärmelkanal. Die Jüten siedelten vornehmlich in Kent und auf der Insel Wight. Schon bald nach der Ankunft gab es Vermischungen, wie archäologische Befunde zeigten. Die Christianisierung begann um 597 mit Augustinus von Canterbury, sie war Ende des 7. Jahrhunderts - im Gegensatz zum Festland - weitgehend abgeschlossen. Die Angelsachsen bildeten mehrere Königreiche. Im 8. Jahrhundert profilierte Mercia sich als Vormacht, König Offa von Mercia gilt als erster König von England. Gegen Ende dieses Jahrhunderts nahmen die Wikingerzüge nach England zu, im Norden etablierten sich die Dänen im Danelag. Im Jahr 1066 wurde das Gebiet der Angelsachsen von den Normannen erobert. Gleichwohl hielten sich angelsächsische Kultur und Sprache noch längere Zeit, bis eine Vermischung mit der französischen Sprache der Normannen eintrat. Ein Beispiel für die Auseinandersetzung zwischen Angelsachsen und Normannen ist die Legendenfigur Robin Hood, der die Angelsachsen im Widerstand gegen die Normannenherrschaft symbolisierte. Die angelsächsische Sprache, die der altsächsischen Sprache ähnlich ist, stellt eine wesentliche Wurzel der englischen Sprache dar. Noch heute, trotz 1500 jähriger Parallelentwicklung, sind Gemeinsamkeiten zwischen der englischen Sprache und der niedersächsischen Sprache zu erkennen, die sich ebenfalls aus der altsächsischen Sprache entwickelt hat.

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Alphabet

Ein Alphabet (das, altgriechisch ἀλφάβητος [alphábētos]) ist eine Menge von Zeichen zur Abbildung von Lauten einer Sprache. Der Name Alphabet geht auf die ersten beiden Buchstaben des griechischen Schriftsystems zurück (Alpha – α, Beta – β). Analog dazu sagt man im Deutschen A-B-C. Die festgelegte Reihenfolge erlaubt alphabetische Anordnungen, z.B. in Wörterbüchern. Im Unterschied zu piktografischen bzw. logografischen Systemen, bei denen die Zeichen für Dinge stehen (z.B. Rind, Haus, Kamel), ist ein Alphabet ein phonographisches System: Die Zeichen stehen für Laute, die in der Kombination Worte ergeben. Im Unterschied zur Silbenschrift stehen die Zeichen des Alphabetes in der Regel für jeweils nur ein Phonem.

So funktioniert ein Alphabet

Die Buchstaben eines Alphabetes sind Symbole für die kleinsten bedeutungsunterscheidenden Einheiten der Sprache, die Phoneme (zum Beispiel unterscheiden t und s in Haut und Haus die Bedeutung der Worte). Lautliche Unterschiede, die zwar als solche wahrgenommen aber für eine Sprache nicht bedeutungsunterscheidend sind, bezeichnet man als Allophone (vgl. den Unterschied des ch in Ach! und ich). Alphabete geben also nicht die Laute (siehe Phon) einer Sprache als Buchstaben wieder, sondern Gruppen von Lauten. In einem idealen Alphabet korrespondierte jedem Phonem genau ein Buchstabe. In der Praxis finden sich aber fast immer Abweichungen: Es können
- die selben Zeichen für verschiedene Laute gelten (z.B. v in Vogel und Vase)
- die selben Laute mit verschiedenen Zeichen notiert werden (z.B. [f] in Vogel und Fisch).
- mehrere Zeichen für ein einziges Phonem stehen (deutsch sch, engl. sh) Darüber hinaus geht die Korrespondenz von Laut und Zeichen auch durch den natürlichen Sprachwandel verloren (vergleiche englisch sign, lateinisch signum). Fehlen in einem Schriftsystem Zeichen für Phoneme, können sprachliche (inhaltliche) Unterschiede eventuell nicht schriftlich wiedergegeben werden. So bestanden einige Alphabete ursprünglich nur aus Konsonanten (Konsonantenschrift). Später wurden sie mit Zeichen für Vokale ergänzt, die als kleine Zusätze (z.B. Punkte, Striche) zu den Konsonanten gesetzt wurden (hebräisches und arabisches Alphabet). Die Schriftsysteme für die meisten europäischen Sprachen sind Varianten des Lateinischen Alphabets. Dabei wurden den Zeichen für lateinische Laute ähnliche Laute der jeweiligen Sprache zugeordnet. Die selben Zeichen standen in den verschiedenen Sprachen für teilweise unterschiedliche Laute. Zudem ist es im Zuge der Sprachentwicklung zu weiteren Veränderungen der Aussprache gekommen (vgl. j im Deutschen und Englischen). Da die Zahl der Phoneme in den verschiedenen Sprachen unterschiedlich ist, genügte der Zeichenvorrat des Lateinischen Alphabetes oft nicht. Deshalb wurden zur Darstellung der betreffenden Phoneme Buchstabenkombinationen (ou, ch, sz) und diakritische Zeichen eingeführt(ö, š). Daneben wurden Varianten der ursprünglichen lateinischen Zeichen (i/j, u/v]) und Ligaturen (ae > æ, uu/vv > w, sz/ss > ß) zu eigenständigen Zeichen weiterentwickelt und gelegentlich auch Buchstaben aus anderen Alphabeten übernommen (þ). Genaueres siehe unter "Lateinisches Alphabet"; siehe auch "Ligatur".

Phonetisches Alphabet

Ein absolut phonetisches Alphabet wäre in der Praxis unbrauchbar, weil es aufgrund der unzähligen Nuancen einer Sprache unzählig viele Zeichen hätte. Ein in Bezug auf die phonetische Wiedergabe optimiertes Alphabet ist das IPA, bei dem man versucht, möglichst vielen Lautnuancen ein Zeichen zuzuordnen. Man spricht auch von phonetischen Alphabeten, wenn sie phonetische Aspekte ausgeprägt berücksichtigen (z.b. georgisches Alphabet) Eine phonemische Schreibweise behandelt unterschiedliche Aussprachen desselben Phonems gleich. So wird z. B. in der deutschen Orthografie die unterschiedliche Aussprache des Phonems /d/ von "Hund" in Hund und Hunde nicht berücksichtigt.

Bedeutung der Erfindung

Die kulturhistorische Bedeutung der Erfindung des Alphabetes (im Sinne der Definition), die auf die Phönizier zurückgeht, ist die Erkenntnis, dass die Sprache ein Lautsystem aus nur wenigen Elementen darstellt und sich auch als solches grafisch abbilden lässt. „Die menschlichen Sprechwerkzeuge können zwar eine riesige Zahl von Lauten erzeugen, doch beruhen fast alle Sprachen auf dem formalen Wiedererkennen von nur ungefähr vierzig dieser Laute durch die Mitglieder einer Gesellschaft.“ (Jack Goody) Um die Aufzeichnungen der alten Ägypter verstehen zu können, musste man Hunderte, später sogar Tausende Hieroglyphen lernen. Nun genügten zwei Dutzend Zeichen, um sämtliche Gedanken, die überhaupt denkbar sind, zu notieren. Die Einfachheit dieses Systems begünstigte dessen Verbreitung über die halbe Welt.

Spezifische Alphabete und Schriftsysteme


- Deutsches Alphabet
- Liste der Schriftsysteme
- Hebräisches Alphabet
- Arabisches Alphabet
- Georgisches Alphabet
- Griechisches Alphabet
- Kyrillisches Alphabet
- Lateinisches Alphabet
- Fingeralphabet
- Telefonalphabet
- Chinesisches Schriftsystem
- Japanisches Schriftsystem
- ICAO Alphabet
- Beghilos ---- Siehe auch: Schrift, Literalität, Alphabetische Schrift, Funkalphabet, Schriftart, Letter, Buchstabe, Analphabeten, Legastheniker

Weblinks


- [http://www.alphabetpage.com/ Europäische Alphabete mit Aussprache (benötigt Quicktime)]
- [http://evertype.com/alphabets/index.html Vollständige Listen europäischer Alphabete]
- [http://www.reliefdruck.com/alphabet.htm Persiflage auf das Alphabet - eine Gemeinschaft von sechsundzwanzig Typen]
- [http://www.omniglot.com/ Sammlung von Alphabeten der Welt] ! als:Alphabet ja:アルファベット ko:자모 문자 ms:Aksara simple:Alphabet th:อักษร

Altenglische Sprache

Die angelsächsische bzw. altenglische Sprache gehört innerhalb der Gruppe der germanischen Sprachen, die der indoeuropäischen Sprachfamilie angehört, zu den westgermani